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Hallo :)

Heute mal wieder ein Buch – und mir fällt gerade auf, dass durchaus eine gewisse Ähnlichkeit der Sichtweise von Alexander Supertramp aus dem Film „Into the Wild“ (Rezension hier) zu der Sichtweise auf das Leben von Ty, dem Entführer, vorhanden ist… aber lest es selbst ;)

Autor: Lucy Christopher; Jahr: 2011

Meine Bewertung: 6/10

Klappentext: Du hast mich zuerst gesehen. Auf dem Flughafen, an jenem Tag im August. Dein intensiver Blick, noch nie hat mich jemand so angeschaut. Ich hab dir vertraut. Dann hast du mich entführt. Raus aus meinem Leben, weg von allem, was ich kannte. Hinein ins Nirgendwo, in Sand und Hitze und Dreck und Gefahr. Du hast geglaubt, dass ich mich in dich verliebe. Und dort im Nirgendwo, in Sand und Hitze und Dreck und Gefahr, hab ich mich in dich verliebt. Doch ich wünschte, ich könnte dich hassen. Die Geschichte einer Entführung – sensibel, verstörend, dramatisch.

Meine Meinung: Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen an das Buch, vor allem weil ich die Idee, dass ein junges Mädchen sich mit einem ein paar Jahre älterem Mann unterhält und ihn sympathisch findet, dieser sie dann jedoch entführt und dass das Mädchen sich während ihrer Gefangenschaft langsam in ihn verliebt,  so gut fand und mich direkt, bevor ich auch nur eine Seite gelesen hatte, mit der Hauptperson Gemma identifizieren konnte. Ich war zwar etwas skeptisch wegen der Schreibform, denn das Buch ist in Briefform geschrieben, also von Gemma in der Ich-Person an ihren Entführer Ty, den sie entsprechend mit „du“ anspricht. Aber ich finde, diese Form hat Lucy Christopher gut gewählt.

Jedoch war es dann so, dass ich das Buch motiviert und mit Vorfreude angefangen habe zu lesen, dann aber irgendwann die Spannung weg war und ich gar nicht wirklich den Drang hatte, weiter zu lesen, wie sonst bei guten Büchern, sondern abends dann statt wie sonst zu lesen irgendwas anderes gemacht habe. Wenn ich dann aber mal wieder angefangen habe, darin zu lesen, habe ich es doch nicht mehr so schnell weggelegt. Aber dennoch musste ich mich beim nächsten Mal quasi wieder selbst überreden, weiter zu lesen. Irgendwann war jedoch ein Punkt gekommen, bei dem die Spannung wieder da war, und ab da wollte ich das Buch dann nicht mehr aus der Hand legen und habe den Rest verschlungen. Nur dieser Mittelteil war doch ziemlich langwierig, was einfach daran lag, dass in dieser Zeit einfach nichts passiert, Gemma ist in der Wüste gefangen, Ty will sie nicht gehen lassen, sie denkt die ganze Zeit nur darüber nach, wie sie entkommen kann. Erst als sie langsam die Schönheit des Landes dort und Ty näher kennenlernt, kommt diese psychische Veränderung rein und es wird wieder spannend.

Grundsätzlich fand ich die Geschichte an sich und die Entwicklung und Veränderung Gemmas aber interessant und auch spannend, das war mal etwas anderes. Auch die Art, wie Ty die Welt sieht und überhaupt sein Charakter waren sehr interessant, aber der Mittelteil, indem einfach zu lange nichts passiert, war etwas ermüdend.

Gut fand ich aber, wie die Autorin die Gefühle und Gedanken Gemmas beschrieben hat, ich konnte mich mit ihr sofort identifizieren und habe alles nachvollziehen können, auch wenn ihre Gefühle noch so wirr waren. Außerdem war es so geschrieben, dass man auch Ty gut kennenlernt und seine Beweggründe versteht und ihn auch selber mag, ich mochte ihn sogar lange bevor Gemma ihn mochte, was vielleicht auch ein Grund war, warum ich den Mittelteil so ermüdend fand, denn Gemma hat ewig nicht Tys gute Absichten und Gedanken und Gefühle verstanden und sich immer nur auf ihre Flucht konzentriert. Natürlich könnte man sagen, dass man das wohl tun würde, wenn man entführt werden würde, aber trotzdem.

Ich fand es auch sehr interessant, auf welche Weise Ty das Land sieht, wie sehr er es liebt.

Fazit: Ein an sich ganz gutes Buch, eine tolle Idee, grundsätzlich auch gut umgesetzt, nur durch den Mittelteil des Buches habe ich mich etwas durchzwingen müssen. Aber dann hat es sich doch gelohnt.

Liebe Grüße

eure An :)

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