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Okay, jetzt bin ich echt angepisst. Entschuldig bitte dieses Wort, aber ich hatte gerade diese Rezension fertig geschrieben, wieder mal eine von den längeren, drücke auf Publizieren und – zack! – weg. Einfach alles weg. Nichts mit automatischer Speicherung, einfach weg. Also werde ich es jetzt noch einmal versuchen… -.-

Aber endlich, endlich habe ich diesen Film auch gesehen.

Regie: Alfonso Cuarón; Genre: Drama, Thriller; Erscheinungsjahr: 2013; Länge: 90 Minuten; FSK: 12, JMK: 12; Produktionsland: USA, Großbritannien; Hauptdarsteller (+Synchronsprecher): Sandra Bullock (Bettina Weiß), George Clooney (Detlef Bierstedt)

Meine Bewertung: 7/10 Punkten

Inhalt: Sandra Bullock spielt die brillante Medizintechnikerin Dr. Ryan Stone, deren erste Shuttle-Mission vom erfahrenen Astronauten Matt Kowalsky (Clooney) geleitet wird – nach diesem Einsatz will er seinen aktiven Dienst beenden. Doch dann werden sie von einem Sturm von Satellitentrümmern überrascht, das Shuttle wird zerstört, die Kommunikation mit der Zentrale in Houston reißt ab, der Sauerstoff von Ryan wird knapp – völlig haltlos bis auf das Band zwischen ihnen trudeln die beiden mutterseelenallein in die Finsternis.

Meine Meinung:

Als ich das erste Mal von dem Film gehört habe, habe ich gedacht, dass er ziemlich langweilig klingt – da er aber ja doch ziemlich erfolgreich war habe ich ihn mir dann doch mal angeguckt – und es hat sich gelohnt! Die 90 Minuten waren sehr schnell vorbei.

Dieser Film ist doch ganz anders als die, die sonst meistens so gucke, denn hier gibt es nur diese beiden Personen (bzw. eine), die den ganzen Film lang im doch ziemlich angsteinflößenden Weltraum ums nackte Überleben kämpfen. Das fand ich allerdings sehr interessant und es war auch so gut gemacht, dass ich fast die ganze Zeit unter Spannung stand und die Angst, die Panik fast schon selbst gespürt habe und mehrmals darüber nachdenken musste, wie entsetzlich das sein muss, so ganz alleine in diesen Trümmern im Weltall zu sein, zu wissen, dass man jederzeit sterben kann – das ist schon nicht so einfach, auch als Zuschauer nicht.

Die beiden Schauspieler haben das auch gut gespielt, die Bilder im Weltall und die Zerstörung der Shuttle/… waren auch sehr realistisch und wirklich gut gemacht.

Ich hätte dem Film ja gerne mehr Punkte gegeben, aber es gab doch ein paar Dinge, die mich gestört haben.

Zum Einen nimmt Sandra Bullock ständig ihren Helm ab – klar, der stört, aber besonders in gefährlichen Situationen, in denen sie sich über die extreme Hitze beklagt oder in der ihr Atem vor Kälte schon Wölkchen bildet, oder überhaupt, wenn sie doch weiß, dass das Ding, in dem sie sitzt, jederzeit zerstört werden könnte und sie dann ohne Helm halb im Weltall säße – wäre es da nicht sinnvoller, den Helm anzulassen?

Dann hat es mich an einer Stelle doch sehr gestört, dass sowohl die Hintergrundmusik des Films als auch die Radiomusik, die dort im Film gehört wird, gleichzeitig liefen – das allein war mir schon zu viel, aber dann haben die auch noch über diesen Ton hinweg miteinander gesprochen, und das in dem rauschenden Funkton – nicht so einfach, dann noch alles zu verstehen und den Film zu genießen. Aber ansonsten hat der Film seinen Oscar für Ton auf jeden Fall verdient, denn abgesehen von dieser Szene werden Musik, Stille und Stimme sehr passend und wirkungsvoll eingesetzt.

Außerdem fand ich es zwar gut, dass man am Anfang auch die Gespräche über Funk mit Rauschen hört- allerdings war das vielleicht ein bisschen zu lange so, denn das war sehr anstrengend, alles zu verstehen – was auch nicht ganz geklappt hat. Danach ging es aber besser.

Ich habe den Film übrigens mit meinem kleinen Bruder und meiner Mutter gesehen – mein Bruder fand ihn ziemlich langweilig und die Szenen zu lang, meine Mutter fand ihn auch nur „joa“ – ich fand ihn dann doch sehr viel besser. Das könnte aber auch daran liegen, dass hier eben nicht die Handlung im Vordergrund steht, sondern die Angst, die Panik, dieser Überlebenskampf und die Faszination des Weltalls.

Fazit: Ein guter Film, gut gemacht, gut gespielt – ich fand ihn sehr kurzweilig, spannend, mitreißend, emotional.

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