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Ich war auf der Sherlock Convention! Jaaa… ist schon wieder ein bisschen her und ich habe es schon mehrmals erwähnt, aber jetzt bin ich endlich mal dazu gekommen (und habe vor allem die Motivation dazu irgendwo gefunden), auch darüber zu berichten. (Ich konnte mich allerdings nicht dazu überwinden, die Fotos zu bearbeiten, deshalb müsst ihr jetzt leider mit der ziemlich schlechten Qualität meiner verwackelten Handykamerafotos klarkommen.) Zwei wichtige Infos gleich zu Beginn: Ich war nur am Samstag da, aber es hat mir sehr gut gefallen. Los geht’s!

Ich musste nicht einmal besonders früh aufstehen, da ich recht nah daran wohne. Um 8 Uhr morgens war ich dann dort, um 9 wollten sie uns hereinlassen, was sie auch getan haben. Davor war es aber ein bisschen chaotisch und unorganisiert, ich wurde mehrmals hin- und hergeschickt, bis ich dann in der richtigen Schlange stand.

Was ich sehr cool fand: Die Helfer hatten alle gelbe (und teilweise rote – habe den Unterschied nicht so ganz verstanden) T-Shirts an, auf der Rückseite der Spray-Smiley, in dem der Spruch „I may be on the side of the angels, but don’t think for one second that I am one of them“ stand.

Als die Tore dann geöffnet wurden, rannten die Fans alle ziemlich zielgerichtet in eine Richtung – zu den Autogrammtischen, wie ich dann hinterher festgestellt habe. Ich selbst war erst einmal ziemlich orientierungslos und bin einfach hinterhergelaufen. Da ich aufgrund der Preise sowieso keine Autogramme gekauft hatte (z.B: Andrew Scott – 35 Pfund), habe ich mir erst mal den Plan angeschaut, wann eigentlich was wo ist.

Noch ein bisschen Zeit bis zum ersten Talk, also habe ich mich erst einmal in der Halle etwas umgeschaut. Es waren auf jeden Fall viele Fans da, aber die Halle wirkte dennoch recht leer. Hier und dort waren ein paar Set-Teile aufgebaut, man konnte den schwarzen Lotus falten, Merchandise & Autogramme von anderen berühmten Personen kaufen. Und es gab eine Ausstellung von Kleidung und anderem aus Sherlock, durch die ich dann gelaufen – war sehr schön anzusehen! Auch das „Fake-Gesicht“ von Benedict Cumberbatch / Sherlock war dort – man sieht es auf dem Foto nicht, aber es sah super echt aus. Was ja auch der Sinn war.

Als nächstes ging es dann zum Talk mit Steven Moffat und Sue Vertue auf der Main Stage, kostenlos. Das war der erste Kontakt mit jemandem von der Show, schon aufregend. Den Talk fand ich interessant und den Host, der alle Talks geleitet und den Gästen Fragen gestellt hat, fand ich auch sehr gut. Wirklich schön fand ich auch, dass die Fans in der zweiten Hälfte des Talks immer Fragen stellen konnten.

Danach habe ich mich sofort wieder für den Talk mit Andrew Scott angestellt – wofür man übrigens erst mal wieder rausmusste, in eine andere Halle, in der man wartet, von wo aus man dann zur Main Stage geführt wird. Das Konzept war schon okay, was mich allerdings gestört hat, ist, dass die Main Stage selbst in der selben Halle wie der ganze Rest war, nur durch schwarze Vorhänge abgetrennt, die aber leider keineswegs die Geräusche aus der Halle abschirmen. Naja.

Jedenfalls, dann Andrew Scott. Dafür hatte ich sofort ein Ticket gekauft. Da war ich dann noch ein bisschen mehr aufgeregt, ein toller Mensch & Schauspieler! Der Talk war wirklich lustig und interessant, und Andrew hat so einige Themen angesprochen, die ich gut fand. Über mental health und Tolerance und generell, es war wirklich super. Und er hat sich dauern durch die Haare gestrichen. Was ich auch lustig fand, war, dass er sich zwischendurch selbst unterbrochen hat, etwas vom Tisch vor ihm aufgehoben hat – eine Art Mischung aus Horn & Lupe – und erstmal meinte „What is that!?“ – stimmt ja auch.

Danach hatte ich einiges an Zeit, bis ich zum nächsten Talk auf der Main Stage wollte. Da bin ich dann zur Second Stage und habe den Crew Mitgliedern zugehört, die die Musik für Sherlock machen, dann gab es eine Art Zaubershow von „The Deductionist“, was ganz nett war.

Dann habe ich dem kleinen Talk über die Maske kurz zugehört, bin dann aber wieder gegangen, weil ich zum Autogrammtisch musste. Kurz zuvor hatte ich nämlich herausgefunden, dass die für Steven Moffat und Sue Vertue nichts kosten, was ich sehr cool finde, und mir ein Ticket für die „virtual queue“ geholt.

Als ich dann in der echten Warteschlange für Sue Vertue stand, habe ich schnell festgestellt, dass direkt rechts daneben die Schlange für Andrew Scott war – woraufhin es mir das Warten überhaupt nichts mehr ausgemacht hat, ich hätte auch noch länger auf Sue Vertue gewartet, schließlich konnte ich dabei Andrew Scott beobachten. :D Klingt ein bisschen merkwürdig, aber es war so schön, zu sehen, wie er mit den Fans interagiert hat! Er hat sich (wie übrigens auch Sue und Steven, was wirklich toll war) wirklich für jeden Fan Zeit genommen, sie wirklich angeschaut und angelächelt, oft die Hand geschüttelt, sie gefragt, wie es ihnen geht und noch ein paar Sätze gewechselt. Wow!

Als ich dann fast bei Sue angekommen war, war auch ein Fan bei Andrew – sie hatte ein Büchlein dabei, in dem er unterschreiben sollte. Darin hatte sie einige wirklich tolle Zeichnungen/Gemälde (sah für mich auf die Entfernung ein bisschen wie Wasserfarbe aus), woraufhin Andrew erstaunt/begeistert gefragt hat, ob er es sich anschauen darf und jedes einzelne Gemälde bestaunt hat, drüber gestrichen hat,… nächstes Mal werde ich ihn definitiv vorher zeichnen und ihn darauf unterschreiben lassen, egal wie viel es kostet. :D

Und gleichzeitig hat sich auf meiner anderen Seite eine sehr hitzige Diskussion abgespielt – naja, mehr ein Monolog. Denn dort saß Steven Moffat und die Fans vor ihm hatten ihn etwas gefragt (ich weiß leider nicht, was), woraufhin er sich in das Thema richtig hineingesteigert hat, inklusive „bloody…“ und „it’s total bullshit!“ (Ich wüsste zu gern, worum es ging! :D)

Dann war ich bei Sue und sie war wirklich super nett, hat mich gefragt, wie mein Tag war. Auf mein „Thanks for everything you do for the show“ meinte sie, dass es ja auch wirklich immer Spaß machen würde. Nach meinem Namen hat sie mich auch gefragt und dann entsprechend mein Sherlock Holmes Buch signiert. (Siehe unten. Da ich sehr überraschend auf die Con gegangen bin, hatte ich leider nichts von der Show selbst, auch nichts von Doctor Who, was für Steven Moffat cool gewesen wäre – vor allem, da ich auf einem DVD Cover ja schon die Unterschrift von Matt Smith habe.)

Danach habe ich darauf gewartet, mich für Steven Moffat anstellen zu dürfen – aber dann war es auch schon wieder Zeit, sich für den nächsten Talk anzustellen – mit Steven. :D Und Phil Davis! Was auch sehr interessant und lustig war. Unter anderem hat Steven Moffat auch gesagt, dass Folgen normalerweise 60 Minuten Story und 30 Minuten Character sind, aber zur dritten Folge der vierten Staffel: „it’s gonna be packed with plot“ (so in etwa).

Danach bin ich sofort wieder zum Tisch für das Autogramm mit Steven Moffat gegangen. Ich wollte mich anstellen, aber da meinte eine von der Crew zu mir, dass ich direkt vor dem Talk doch vorne angestanden hätte, dann könnte ich jetzt auch direkt nach vorne. Nun, ich hatte zwar schon gewartet, war aber nicht vorne gewesen, aber bevor ich wiedersprechen konnte, war sie auch schon losgedüst und mir blieb nicht viel übrig, als ihr hinterherzulaufen. Und dann stand ich plötzlich vor Steven Moffat, ohne den Puffer, den man normalerweise durch das Warten hat. Huh. Entsprechend waren auch meine Worte nur so naja. Ungefähr so ist es abgelaufen:

Ich: Hello.
SM: Hello!
Ich: That was a great talk!
SM: Uh, which one, the one which just ended?
Ich: Uhm, yes, the one just – it was very interesting!
SM: You’ve been very quick…
Ich (wollte/konnte ihm die Situation nicht erklären): Yes. (Wow)
Steven unterschreibt. Ich halte ihm meinen Zeichenblock hin.
Ich: Thank you! Could you also sign this for my brother?
Der Typ neben Steven: No, it’s one per person. (Zu meiner Verteidigung: Auf der Website stand, man könnte sogar up to 5 pro Person bekommen, pro 1x Anstellen, sonst auch mehr)
SM (ihn ignorierend, mit der Hand mir zeigend, ihm den Block zu geben): Ah, come, give me that.
Ich: Thank you!
SM: What’s his name?
Ich: Adrian. Thank you!

Steven hat noch irgendwas zum Abschied gesagt, ich auch, aber das habe ich vergessen. Jedenfalls fand ich es zwar wirklich nett von ihm, dass er mir noch ein zweites Autogramm gegeben hat, aber dennoch wirkte er während der ganzen Zeit etwas… distanziert? Uninteressiert? Aaaaaber ich sollte etwas später noch eine Chance bekommen. Denn ich wollte noch ein Autogramm für eine Freundin mitnehmen, also habe ich mir noch ein Ticket geholt.

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Aber dann ging es erstmal zum Talk mit Amanda Abbington und Rupert Graves, für den ich mir auch ein Ticket gekauft hatte. Und wow! Ich hätte nicht erwartet, dass das so gut wird! Sooo lustig! Amanda ist absolut amazing, Rupert ist auch echt cool und die beiden zusammen auf der Bühne waren einfach klasse. Ich habe so viel gelacht! Und ein bisschen was zur vierten Staffel hat Amanda auch gesagt:  ‚It’s the strongest, darkest and funniest‘ bisher. Und sie hat angekündigt, dass sie und Louise Brealey planen, ein Projekt zusammen zu machen. Sie wüssten noch nicht was, aber sie wollen es auf jeden Fall machen. Aaahh! Das wird bestimmt super, ich bin sehr gespannt! Ach, und für alle MollyxLestrade shipper – Rupert Graves hat gesagt, dass Lestrade „deep down“ „a really heavy crush on Molly“ hat. ;)

Danach ging es für mich wieder zu Steven Moffat! Wieder anstellen, diesmal auch tatsächlich. Vorne angekommen lief es dann ungefähr so ab – zunächst auch erst etwas distanziert/uninteressiert/müde:

Ich: Hello again! (Ich glaube nicht, dass er mich wiedererkannt hat, aber egal)
SM: Hello!
Ich reiche ihm erstmal den Block für das Autogramm.
Ich: Could I get an autograph for a friend? Her name is Marie.
SM: Ma- what?
Ich: Marie (ich habe es immer noch Deutsch ausgesprochen, ein bissl dumm)
SM versucht, den Namen zu wiederholen, der Security-Typ neben ihm versucht zu helfen…
Ich: It’s spelled M-A-R-I-E
SM: Ah! Marie!
Ich: Yes! (Steven unterschreibt) And I wanted to tell you that I really, really love your work!

Das war der Punkt, an dem er plötzlich „da war“. Er hat aufgeschaut, mich wirklich gesehen, die Veränderung war wirklich spürbar. Es war sehr deutlich, dass er angenehm überrascht über meinen Satz war, sich darüber gefreut hat (yess!). Seine nächsten Worte waren auch wirklich ehrlich.

SM: Oh! Thank you! That’s very kind of you!

Ich habe ihn angelächelt, dann hat er mir die Hand hingehalten, die ich natürlich sehr gerne geschüttelt habe. (Jetzt kann ich sagen, Steven Moffat hat mir die Hand geschüttelt – noch nicht mal ich ihm, sondern er mir. :D)

SM: Did you enjoy it so far?
Ich: Yes! It’s really great!
SM (lächelnd): Have you been to a convention before?
Ich: No, it’s the first time.
SM: Are you going to come back tomorrow?
Ich: Oh, no, sadly not, I can’t! I’d love to, but unfortunately I can’t come tomorrow…
SM: Oh, I’m sorry! But then enjoy the rest of the day!
Ich: Thank you!

Und Bye Bye oder so von beiden Seiten. Jaa, das war schon eindeutig besser, auch wenn meine Gesprächskünste durchaus noch Luft nach oben haben… naja, für eine solche Situation + auf Englisch war das für mich eigentlich sogar erstaunlich gut. :D

Una Stubbs habe ich übrigens zwischendurch auch noch gesehen. Um 18 Uhr war das Ganze dann vorbei. Um 8 bin ich dann noch zu der anschließenden Party gegangen, ist aber nicht besonders erwähnenswert. Immerhin habe ich mich sehr nett mit einer Amerikanerin unterhalten, die extra für die Convention hergeflogen war. Und sie hatten kleine Rätsel auf den Tischen liegen – und Seifenblasen! Wie toll ist das denn! :D

Und das war es dann auch schon wieder für mich! Ein langer, spannender Tag. Mal schauen, ob ich nächstes Jahr die Chance habe, wieder hinzugehen (immerhin lebe ich dann nicht mehr in London), aber falls, dann gehe ich gerne nochmal hin.

 

(Außerdem: Upps. So lang sollte der Beitrag gar nicht werden. Über 2000 Wörter sind es, ha ha.)

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